Wackersberg, 01.05.07

 

letzte Änderung: 25.01.11

 

Bau eines Boden- Temperatur- Sensors für WS300PC / WS444PC

 

Stückliste für Elektronik:

 

3x Sensor AS2001 (passender Ersatzfühler: ELV Temperatursensor 103AT-2B mit Kabel

(MAS10401) Artikel-Nr.: 68-370-75)

1x Sendeplatine 866MHz (z.B. ELV 68-620-11)

3 Dioden (Typ egal)

 

Stückliste für Mechanik:

 

4 Abstandsrollen 5mm hoch, Bohrung für M3 Schraube

2 Schrauben M3x20mm

1 Gehäuse von AS2001-I/A (oder ähnliches)

100cm Kabelschacht 12x12mm

 

Silicon- Spritze

Heißklebepistole

Sekundenkleber + Granulat

 

Vorarbeiten:

 

Die drei AS2001- Sensoren komplett zerlegen.

Die Batterieklipse werden von zwei Platinen abgelötet, ebenso die Adress- Jumper,

die dritte Platine bleibt unverändert, über diese erfolgt die Stomversorgung zentral für alle Komponenten.

Die Lötaugen, in welchen die Lötstifte des Senders waren, müssen freigesaugt werden (mit Entlötlitze),

da hier die Lötstifte der Stromversorgung durchgeführt werden müssen.

 

 

Bild 01 Sensor mit Lötstift und Diode (unterste Platine)

 

Hier wurde bereits die Diode zur Datenankoppelung und die Lötstifte zur Stromversorgung eingelötet.

Der Elko ist hier liegend angebracht, falls dieser stehend eingelötet wurde, muß dieser ausgelötet werden

und liegend wieder eingebaut werden (evt. Beinchen verlängern), da der Abstand zwischen den Platinen

nur 5mm beträgt.

Als nächstes werden die Brücken für die Adressierung eingelötet (im Bild über den Lötstiften zu sehen),

da die Jumper zu hoch wären und man im eingebauten Zustand ohnehin nicht mehr drankommt.

Hier wurde für die untere Platine die Adresse 2 gewählt, für die mittlere die 3 und die obere die 4.

Die Diode wird in Flussrichtung zum Sender eingelötet (Anode an die Platine, Ring (Kathode) nach aussen).

Die zweite (mittlere Platine) ebenfalls mit der Diode bestücken.

 

 

Bild 02 Diodenanschluss

 

Die Anschlussdrähte der Temperaturfühler müssen nun noch angelötet werden,

da nach dem Zusammenbau der Platinen dazu keine Möglichkeit mehr ist!

Eine Länge von ca. 50cm reicht, da die Fühler abgezwickt werden sollten,

um beim Zusammenbau keine Probleme zu haben. Um Verwechslungen

zu vermeiden, sollte man die Kabel unterschiedlich lang machen (untere

Platine 55cm, mittlere 50cm, obere 45cm).

Im nächsten Schritt werden die drei Platinen zum Sandwich gestapelt.

Dazu die zweite Platine auf die Lötstifte aufstecken, als Abstandshalter

zwei Abstandsrollen zwischenlegen, Lötstifte verlöten.

 

 

Bild 03 Sensorsandwich-2

 

Dann wird der Sender ebenfalls auf die Lötstifte aufgesteckt.

Die drei Dioden werden mit einem Draht verbunden, dieses Drahtstück wird am

Sender in das dritte Lötauge gesteckt und ebenfalls verlötet (Bild 03)

 

 

Bild 04 Sensorsandwich-1.JPG

 

 

 

Bild 05 Sensorsandwich mit Sender

 

In Bild 04 und 05 ist das fertige Sandwich testbereit aufgebaut zu sehen.

Provisorisch die Fühler anlöten, Batterien einlegen und Funktion testen.

 

 

 

Bild 06 Testlauf

 

 

Aufbau der Temperatur- Fühler- Einheit

 

Um eine möglichst einfache Methode der Tiefenmessung vornehmen zu können,

habe ich die Temperaturfühler in einen Kabelschacht mit 12x12mm eingebaut.

Ob dies DWD- Vorstellungen entspricht, kann ich nicht beurteilen, mir kam es

darauf an, einen Messfühler ohne Bagger in den Boden einzubringen und diesen im

Fehlerfall ggf. auch wieder herausnehmen zu können.

Ich hoffe jedoch, daß bei dieser Methode keine Messverfälschungen auftreten

(die Praxis wird’s zeigen…).

 

So wird’s gemacht:

 

Kabelschacht auf ca. 100cm absägen

In den Schachtboden passende Löcher (5mm) für die Fühler bohren.

Lochabstände:

Vom Ende her 5cm, 45cm, 65cm.

 

 

Bild 07 Fühlerleiste-1

 

 

Bild 08 Fühlerleiste-2

 

 

Bild 09 Fühler eingeklebt hinten

 

 

Bild 10 Fühler eingeklebt vorne

 

Die Kabel mit den Fühlern zur Unterscheidung auf verschiedene Längen abzwicken.

Nachdem die Fühler mit Sekundenkleber eingeklebt wurden

(Tipp: Es gibt ein Granulat aus winzigen Kügelchen, wenn man dieses auf eine

Klebestelle mit Sekundenkleber streut, wird dieser sofort hart und schließt (füllt) damit

auch Lücken, was ohne Granulat nicht möglich ist),

werden die Fühler und die Kabel mit Heißkleber fixiert. Dabei vorsichtig zu Werke

gehen, der Kabelschacht wird sonst durch die Hitze zur Banane!

Danach den kompletten Schacht mit Silicon ausspritzen und den Deckel aufdrücken.

 

 

 

Bild 011 Sensor eingebaut

 

Nun noch das Sensorsandwich in das Gehäuse einbauen.

Die Durchführung für das Sensorkabel muss noch etwas aufgebohrt werden

(ca. 3mm), um die drei Kabel nach aussen führen zu können.

Die Abdichtung habe ich ebenfalls mit Sekundenkleber + Granulat gemacht,

da mir Heißkleber oder Silicon schon unangenehme Überraschungen bereitet haben.

Aus dem Gehäusedeckel, sofern man ein Orginal- AS2001- Gehäuse verwendet,

muß noch der eingeklebte Moosgummi entfernt werden, da sonst der Deckel mangels

Platz nicht zugeht.

 

Als letztes müssen die Kabel in der richtigen Reihenfolge zusammengelötet werden,

isolieren mit Schrumpfschlauch.

Danach kann die Sensoreinheit vergraben werden.

 

 

Bild 012 Sensor eingegraben

 

Zum versenken des Fühlers habe ich einfach mit eine langen Brechstange (1,60m. 15kg) ein 70cm tiefes Loch

in den Boden „gestochert“, den Fühler hineingeschoben und das restliche Loch mit feiner Erde gefüllt.

 

Viel Spass beim Nachbau!

 

Sobald dies softwaretechnisch möglich ist (Sun&Rain 5 evt.), werde ich die Messwerte ins Web stellen.

 

Kritik und Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht!

 

Erklärung:

Für etwaig entstehende Schäden jeglicher Art übernehme ich keinerlei Haftung,

die Verwendung dieser Anleitung geschieht auf eigene Gefahr des Anwenders!

 

 zurück zur Wetterseite

 

zur Homepage